Alopezie – was ist das?

Alopezie

Die Alopezie ist ein Fachbegriff für verschiedene Formen von Haarausfall. Dabei ist ein Haarausfall innerhalb einer bestimmten Norm ein durchaus normaler Vorgang; in der Regel verliert ein Mensch täglich bis zu 100 Haaren, die allerdings vom Körper wieder ersetzt werden. Von Haarausfall in Form einer Alopezie wird von Fachleuten meist erst dann gesprochen, wenn der Verlust von Haaren über diesen durchschnittlichen Verlust hinaus geht und wenn sich in der Folge typische Symptome zeigen. Zu diesen Symptomen zählen etwa ein zunehmend schütteres Haupthaar oder gänzlich lichte Stellen im Haupthaar. Bei einem Großteil der von Haarausfall Betroffenen zeigt sich eine Alopezie am Haupthaar; seltener ist auch die Körperbehaarung von Alopezie betroffen.

Formen der Alopezie:

Einem Haarausfall können verschiedene Ursachen zugrunde liegen und auch die Formen einer auftretenden Alopezie unterscheiden sich entsprechend.

AlopezieDer sogenannte androgenetische Haarausfall führt beispielsweise zu einem Verlust von Haaren auf dem Oberkopf. Die Haare im Nacken und am Hinterkopf sind in der Regel nicht von der Alopezie betroffen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass der androgenetische Haarausfall genetisch bedingt ist; bei Betroffenen zeigt sich eine erhöhte Empfindlichkeit der Haarfolikel gegen ein Steroidhormon (beispielsweise zählen Sexualhormone zu den Steroidhormonen). Überwiegend sind Männer von dieser Form des Haarausfalls betroffen. Zwar verfügen Betroffene nicht über weniger Haarfolikel als Männer, die nicht an androgenetischem Haarausfall leiden, aber die Folikel bilden sich aufgrund der genetisch bedingten Überempfindlichkeit zunehmend zurück. Setzt ein entsprechender Haarausfall bei jungen Männern ein und betrifft hier Schläfen und/oder Vorderkopf, wird dies auch bezeichnet als Alopecia simplex oder Alopecia praematura (im Volksmund werden Begriffe verwendet wie ‘Geheimratsecke’).

Eine weitere Form des Haarausfalls ist die sogenannte Alopecia areata (auch bezeichnet als kreisrunder Haarausfall): Charakteristisch für den kreisrunden Haarausfall ist, dass lediglich klar begrenzte Stellen von einem Verlust von Haaren betroffen sind. Meist zeigen sich entsprechende Stellen im Haupthaar. Die Bezeichnung des kreisrunden Haarausfalls verdankt diese Form der Alopezie der Tatsache, dass die Stellen, an denen der Haarverlust auftritt, meist kreisförmig sind. Bei der Alopecia areata handelt es sich um eine entzündlich bedingte Erkrankung, die gehäuft Menschen während des zweiten und dritten Lebensjahrzehnts betrifft. Anders als beim androgenetisch bedingten Verlust von Haaren klingt die Alopecia areata häufig wieder ab. Hervorgerufen wird der kreisrunde Haarausfall vermutlich durch körpereigene Immunzellen; fälschlicherweise erkennen diese Immunzellen die Haare eines Betroffenen als Fremdkörper an und greifen sie in der Folge an. In der Medizin wird eine solche Reaktion als Grundlage der Alopezie auch als Autoimmunreaktion bezeichnet.

Eine sogenannte diffuse Alopezie als weitere mögliche Form des Haarverlusts liegt schließlich vor, wenn die verschiedenen Bereiche des Haupthaares in ähnlichem Ausmaß von einer Alopezie betroffen sind. Überwiegend sind von dieser Form des Haarverlustes Frauen betroffen. Verursacht werden kann eine diffuse Alopezie etwa durch Schwankungen des Hormonspiegels oder auch durch die Einnahme verschiedener Medikamente.

Behandlungsmethoden:

Wie der Verlust von Haaren behandelt werden kann, hängt unter anderem ab von der Form des Haarverlusts und auch von dessen Ursachen. Während Haarverlust in einigen Fällen mit der Gabe verschiedener Medikamente begegnet werden kann, liegen weitere Möglichkeiten in der Haartransplantation oder dem Griff zum Haarersatz. In diesem Blog erhalten Sie auch weitere Informationen und Ratschläge.